Während die Liebe die gefühlsmäßige Ebene der Zuneigung zweier Menschen zueinander bezeichnet und der Sex die körperliche, triebgesteuerte Anziehungskraft, versteht sich der Begriff Erotik im ursprünglichen Sinn als die psychologisch-geistige Verbindung. Umgangssprachlich oft mit Sex gleichgesetzt, unterscheidet sich die erotische Komponente aber auch hier vom reinen Sexualtrieb durch feinere, phantasievollere Nuancen der sexuellen Erregung. Nicht brutaler, zielgerichteter Angriff, sondern Spiel, Werbung und subtile Aufforderung kennzeichnen die erotische Seite einer Beziehung, die schon im Tierreich mit der Balz und bei den Menschen mit dem Flirt beginnt. Erotische Signale können durch Geruch, Gesichtsausdruck, Stimmlage und Gestik ausgesendet werden, ohne eine Berührung vorauszusetzen, die erotische Begegnung kann also im Gegensatz zum Sex ohne Körperkontakt stattfinden. Als Ideal einer Beziehung gilt die Einheit von Körper, Geist und Seele, also die Ausgeglichenheit von Sex, Erotik und Liebe.