Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit. So gibt es schon aus der griechischen Mythologie die Sage von Dädalos und Ikarus, die sich mit selbstgebastelten Flügeln in die Luft erhoben. Was Ikarus allerdings nicht überlebte, laut Sage jedenfalls. Er kam der Sonne zu nah. Das Wachs, mit welchem die Vogelfedern der Flügel zusammen gehalten wurden, schmolz in der Hitze, er stürzte ab und starb.
Aerodynamik war dem Menschen noch ein Fremdwort, deshalb war es zunächst nur möglich, sich mit bemannten Flugdrachen in der Luft zu bewegen oder mit meist phantasievoll gebauten Apparaten eine kurze Zeit in der Auftriebsphase in der Luft zu halten ohne wirklich zu fliegen, immer dicht über dem Boden. Bis heute ist es dem Menschen nicht möglich, auch nicht mit maschineller Hilfe, wie ein Vogel zu fliegen. Wissenschaftliche Erfahrungen brachten im 19. Jahrhundert erste erfolgreiche Tests mit flugfähigen Apparaten, die geeignet waren, das Gewicht eines Menschen zu tragen, wenn auch nur im niedrigen Gleitflug. Der Erste dem dies gelang, war Otto Lilienthal. Längere Flugstrecken mit einem steuerbaren Starrflügelflugzeug zurück zu legen, gelang erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute ist Fliegen mit Fluzeug ebenso alltäglich wie Autofahren.