Weihnachten ist heute bei Christen und Nichtchristen ein Familienfest, an dem man sich gegenseitig beschenkt. Mit dem Fest soll aber eigentlich der Geburt Jesu Christi gedacht werden, wobei der Geburtstermin von Jesus nicht sicher belegt ist. Bei den Ägyptern lag er z. B. zwischen Ostern und Pfingsten. Die Römer waren die ersten, die die Geburt Jesu am 25. Dezember feierten. Der Brauch des gegenseitigen Beschenkens an Weihnachten wurde von Martin Luther 1535 propagiert. Bis dahin machte man sich Nikolaustag Geschenke zur Ehrung des Todestages des Heiligen Nikolaus. Luther wollte mit der Änderung das Interesse der Kinder auf Christus lenken, weg von der Heiligenverehrung. In vielen Jahrhunderten kamen immer heue Weihnachtsbräuche hinzu, die wir alle kennen, der Weihnachtsbaum, Krippenspiele, in der Vorweihnachtszeit der Adventskranz. Erst im 20. Jahrhundert löste der Weihnachtsmann in vielen Gegenden das Christkind und den Nikolaus ab. Der Weihnachtsmann hatte viele Gestalten, unter anderem die eines pummeligen, alten Kobolds oder eines Mannes mit tiefem Hut, Kniehose und Pfeife. So wie wir ihn kennen: rotbackig, mit weißem Bart und roter Mütze, ist er die Erfindung der Coca-Cola Company. Sie ließ ihn 1931 für eine Werbekampagne so zeichen und so hat sich bis heute in unseren Köpfen und denen unserer Kinder festgesetzt.